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Herzensprojekt

Warum ich nicht länger warten wollte – und Prison Engineer angefangen habe

Von Sascha Pierre Klein ·

Ehrlich gesagt hatte ich irgendwann die Nase voll vom Warten auf Prison Architect 2. Gleichzeitig wollte ich schon lange mehr Spieltiefe – besonders dann, wenn der Knast eigentlich fertig ist.

Gefängnis, Steinbruch und Minen im 3D-Spielstil
Konzeptgrafik zur Spielvision · kein Gameplay-Screenshot

Warum habe ich Prison Engineer angefangen? Die ehrliche Antwort ist ziemlich einfach: Es ging mir irgendwann auf den Sack, ewig auf Prison Architect 2 zu warten.

Das war der Anstoß. Aber dahinter steckt noch etwas, das mich schon länger beschäftigt hat: Ich liebe Gefängnis-Aufbauspiele. Nur kam bei mir Richtung Endgame oft der Punkt, an dem sich vieles wiederholt hat. Der Knast stand, die Abläufe waren eingerichtet – und irgendwann wurde mir langweilig.

Ich wollte nicht nur mehr vom Gleichen.

Ich habe mir mehr Spieltiefe gewünscht. Mehr Zusammenhänge. Mehr Gründe, weiterzudenken, wenn die ersten Zellen, Küchen und Werkstätten längst stehen. Und irgendwann wurde aus dem Gedanken „Das müsste man doch anders machen können“ die Frage: Warum versuche ich es nicht selbst?

So ist die Idee für Prison Engineer entstanden: eine Mischung aus Gefängnismanagement, Fabrikspiel und Aufbau. Ein Spiel, in dem hinter dem Gefängnis eine komplette Versorgungswelt steckt.

Wenn ich eine Mauer baue, soll dahinter etwas stecken.

Der Stein soll nicht einfach auftauchen. Ich möchte ihn abbauen, lagern und zur Baustelle bringen müssen. Holz, Erze und Lebensmittel sollen genauso Teil dieser Welt sein. Wer übernimmt die Arbeit? Wo entsteht ein Engpass? Und was muss ich verändern, damit mein Gefängnis weiterwachsen kann?

Das ist die Richtung, die mich begeistert: Ein Ausbau soll neue Aufgaben schaffen. Eine größere Küche braucht mehr Versorgung. Mehr Produktion braucht Rohstoffe und Transportwege. Neue Technik soll neue Möglichkeiten eröffnen – und auch neue Entscheidungen verlangen.

Ein großer Traum beginnt mit einer spielbaren Basis.

Los geht es im Mittelalter. Aktuell steht das Bausystem im Mittelpunkt. Danach folgen Schritt für Schritt Wasser, Abwasser, Nahrungsanbau und die weiteren Grundlagen des Gefängnisalltags. Dampfzeit, Moderne und Zukunft gehören zur langfristigen Vision.

Ich weiß, dass eine große Idee allein noch kein gutes Spiel macht. Deshalb möchte ich die Entwicklung früh mit Euch teilen. Ihr sollt testen, kritisieren und sagen können: „Das macht Spaß“ – oder eben: „Hier wird es auf Dauer wieder eintönig.“

Ich will es gemeinsam mit Euch besser machen.

Prison Engineer ist mein Herzensprojekt. Ich möchte nicht behaupten, schon auf jede Frage die perfekte Antwort zu haben. Ich möchte herausfinden, wie wir ein Spiel schaffen, zu dem man auch nach vielen Stunden gern zurückkehrt.

Wenn Ihr Euch auch schon mehr Tiefe und neue Aufgaben für Euren Knast gewünscht habt, dann seid Ihr hier genau richtig. Lasst uns daraus gemeinsam etwas Eigenes machen.

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